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wtf...einfach nur geil! #FSK 18

Wie die populärsten Drogen wirken

Wie die populärsten Drogen wirken;
Wie man ihre Wirkung mit billigsten Mitteln simuliert;
Was man nach dem Genuss tun kann und welche Musik man dabei hört.

KOKAIN:
Kokain, auch Fi*kpuder genannt, gilt als die Gesellschaftsdroge Nr. 1.  Sie suggeriert dem Konsumenten, ein extrem gutaussehender, höchst eloquenter Nobelpreisträger mit der sexuellen Anziehungskraft eines schwarzen Loches zu sein. Auf jemanden, der kein Kokain genommen hat, wirkt das eher wie ein exkommunizierter Trappistenmoench, der weisse Puderreste an den Nasenloechern hat und sich um Kopf und Kragen quasselt.  Kokain steigert das Mitteilungsbedürfnis, lähmt aber in gleichem Masse die Selbstkritik, was dazu führt, dass man jeden chemischen Kurzschluss im Kleinhirn für bares Geld hält und meint, dass er umgehend einer breiteren Öffentlichkeit vermittelt werden muss. Kokaingenuss ist die Hauptursache für Rap-Lyrik, Performances und die Gesamtwerke von Rainer Werner Fassbinder und Hermann Goering. Fuer den Kokaingenuss in der Öffentlichkeit gelten ganz besondere Umgangsformen. So sollten Sie es vermeiden, wenn Sie sich auf einer wilden Party mit anderen Kokainisten befinden, dort eine ein Meter lange Koksstrasse auf den Tisch zu legen und zu verkünden: Die ist jetzt ganz für mich allein! Gehen Sie lieber auf`s Klo. Aber auch dabei ist Vorsicht geboten! Sie können nicht 15 Minuten lang die einzige Toilette des Hauses blockieren, dabei Geräusche wie ein Industriestaubsauger machen und glauben, Sie kämen ungeschoren davon. Führen Sie deshalb immer einige Briefchen mit ungelöschtem Kalk mit sich, die sie nachher grosszügig an Ihre Freunde verteilen können. Sex auf Kokain ist in der Tat eine Angelegenheit höherer Vergnügungsordnung. Dazu nur eines: Falls Sie jemals das Gerücht gehört haben, dass ein männliches Glied durch Kokaingenuss so hart werden kann, dass man damit einen gefrorenen Acker umpflügen kann: das stimmt!
Wie man die Wirkung von Kokain simuliert: Vier Tütchen Nescafé mit einer Tafel
                                                                           Schokakola aufkochen, auf Ex trinken.
Aktivitäten: Freeclimbing, Volksreden, Zehnkampf.
Musik: Richard Wagner, Walkuerenritt.

LSD:
LSD ist definitiv *keine* Gesellschaftsdroge. Menschen unter Wirkung von LSD neigen zu Introvertiertheit, Absencen, trinken weinig Alkohol und spielen ungern Skat. Sie sind vielmehr mit universellen Fragen und existenzphilosophischen Problemen oberster Ordnung beschäftigt, dabei lässt sich nun mal schlecht kegeln. Unter LSD sollte man auch sportliche Aktivitäten wie Völkerball oder Formationstanz meiden und sich ausserdem von öffentlichen Auftritten fernhalten (Büttenreden, Kanzelpredigten).  Seien Sie unter der Wirkung dieser Droge auf alles gefasst! Von kleinen singenden Männern, die auf ihrem Kopf eine Kathedrale errichten, sollten Sie sich nicht irritieren lassen. Und wenn Sie in den Spiegel sehen und dort Charles Manson erblicken, schenken Sie dem einfach keine Beachtung.  Sie sind nur auf dem HORROR. Das geht vorbei, in zirka 10 bis 48 Stunden.  Entspannen Sie sich!  Legen Sie einfach eine Platte auf und *fuehlen* Sie ein bisschen Musik. Das geht! Auf LSD geht alles! Fühlen sie, wie die Harmonien Ihren Körper umspülen, durch Ihre Gehörgänge in ihr Gehirn kriechen und sich dort in kleine fette Würmer mit dem Gesicht von Charles Manson verwandeln, denn Sie sind ja immer noch auf HORROR.
Dagegen helfen kalte, zuckerhaltige Getränke. Trinken Sie ein Glas Limonade und spüren Sie dabei, dass Sie fünf Lippen haben. Das bringt Sie ganz schön auf HORROR, was ? Lassen sie ein paar andere LSD-Konsumenten an ihren paranoiden Wahnvorstellungen teilhaben, das geht ganz leicht.  Erzeugen Sie irritierende Geräusche (etwa mit dem Fingernagel unter der Tischplatte), murmeln Sie mit verstellter Stimme Sätze bedrohlichen Inhalts, stellen sie sich doof, wenn man Sie fragt, ob Sie etwas gehört hätten.  Oder schildern sie einfach Ihre eigenen Halluzinationen und erzählen Sie von Ihrem „Kumpel“, der vom gleichen Stoff dermassen draufgekommen ist, dass er jetzt in einer Gummizelle die Spinnen an der Wand zählt. Das genügt manchmal schon, um einen eben noch im Einklang mit dem Universum befindlichen LSD-Astronauten in ein kreischendes Nervenbündel zu verwandeln.
Wie man die Wirkung von LSD simuliert: Fünfzehn Minuten hyperventilieren und zwei
                                                                      Gauloises gleichzeitig auf Lunge rauchen. Hinlegen.
Aktivitäten: Liegenbleiben. Eventuell onanieren.
Musik: Walgesänge.

STECHAPFEL
Wenn Sie Wert darauf legen sollten, sich einmal zu fühlen wie der Haupt-darsteller in einem Hieronymus-Bosch-Gemaelde, dann brauen sie sich einfach einen Stechapfeltee. Diese nicht zu unterschätzende Naturdroge wächst in jedem besseren deutschen Gehölz und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz!
Vorsicht allerdings bei der Dosierung! Es gilt die Faustregel: Wenn ungefähr einen Stunde nach Einnahme der Droge die gesamte Belegschaft der Versuchung des heiligen Antonius auf einen sprung vorbeikommt, war die Dosierung richtig; wenn Sie mit Schaum vor dem Mund an eine Tragbahre geschnallt zum Notartzwagen getragen werden, zu hoch. In beiden Fällen werden Sie eine interessante Zeit haben - wenn sie es interessant finden zu wissen, wie sich ein klinischer Paranoiker auf der Höhe eines schizoiden Schubes fühlt. Die schlimmsten Halluzinationen klingen oft schon nach einigen Tagen ab.
Wie man die Wirkung von Stechapfel simuliert: mit einer verdorbenen Fischkonserve lassen sich
                                                                               sehr ähnliche Resultate erzielen.
Aktivitäten: Besenritte, schwarze Messen.
Musik: Carl Orff, Black Sabbath.

PILZE:
Die mildesten Ergebnisse erzielen Sie mit Champignons, die wildesten mit Fliegenpilzen. Etwa in der Mitte liegen die Psilozybin-Pilze, kleine unscheinbare Gesellen mit manchmal magischer Wirkung. Doch keine Angst - wenn LSD der Porsche unter den bewusstseinserweiternden Drogen ist, dann ist Psilozybin das Fahrrad. Das bedeutet, die Grenzen der Wahrnehmung werden nie so drastisch erweitert, dass man glaubt, man habe fünf Lippen - drei Lippen sind das Höchste. Falls Sie die Pilze richtig dosiert haben, werden Sie bald eine nie gekannte Liebe für alle Lebensformen spüren: für Menschen, für Tiere, für Pflanzen und besonders für Pilze.
Wie man die Wirkung von Pilzen simuliert: Wie LSD, aber mit Leichtzigaretten.
Aktivitäten: Pilze sammeln.
Musik: Beatles.

XTC:
XTC wirkt ungefähr so wie alle bekannten Rauschdrogen zusammen, entsprechend wird es auch hergestellt: Man schüttet zu gleichen Anteilen Heroin, Koks, Benzedrin, LSD und eine Flasche Southern Comfort in einen Eimer, dann wird kräftig gerührt. Ähnlich umfassend ist auch der Kater: Sie können noch nach 3 Tagen ihre Leber brummen hören. XTC bringt die Hurra-Atome im Gehirn zur Schwingung. Man entwickelt Allmachtsphantasien und hält sich für das Zentralsexualorgan des Universums. Nehmen Sie XTC nur in Gesellschaft möglichst vieler Sexualpartner ein, das Geschlecht oder die Tierart spielt dabei keine Rolle. Sollten Sie den Fehler gemacht haben, die Droge alleine eingenommen zu haben, gibt es nur eine Empfehlung: Ziehen sie sich nackt aus, laufen sie in den Park, und vögeln Sie einen Baum.
Wie man die Wirkung von XTC simuliert: Schütten sie zu gleiche Anteilen Heroin, Koks,
                                                                      Benzedrin, LSD und eine Flasche Southern Comfort
                                                                      in einen Eimer, kräftig umrühren.
Aktivitäten: Tanzen, fi*ken. Oder beim tanzen fi*ken.
Musik: Zu laut.

HASCHISCH:
Haschisch ist keine Droge, sondern ein homoeopathisches Mittel, das einer Dämonisierungskampagne zum Opfer gefallen ist. Unter Haschischeinfluss dehnt sich das Raum-Zeit-Kontinuum um 500 Prozent, d.h., man kann bei konsequentem Haschischkonsum 400 Jahre alt werden, mehr als bei jeder anderen Droge.
Wie man die Wirkung von Haschisch simuliert: Schwierig.
Aktivitäten: Mehr Haschisch rauchen.
Musik: Ja, gerne.

HEROIN:
Sind Sie lebensmüde, aber zu feige zum Sterben? Dann dürfte Heroin genau das richtige für Sie sein. Ein Heroinkick gibt Ihnen all die Liebe, die Sie von Ihrer Stiefmutter nicht bekommen haben. Das ist wie während eines multiplen Orgasmusses zu erfahren, das man den Nobelpreis verliehen bekommt.  Sie müssen als Gegenleistung nur gelegentlich ein paar gelähmte alte Damen niederstrecken und ausrauben oder Ihr Geschlecht in einer übelbeleumdeten Bahnhofsgegend einer Meute von Randexistenzen feilbieten.  Wenn Ihnen das zu anstrengend ist, können Sie ja ein paar Heroinverherrlichungsschallplatten aufnehmen, die gehen immer wie geschnitten Brot. Reich, fett und nach einer Frischzellenkur von der Droge geheilt, können sie dann eine Heroinverdammungsschallplatte aufnehmen, die laufen noch besser und werden kostenlos vom Gesundheitsministerium mit farbigen Broschüren unterstützt.
Wie man die Wirkung von Heroin simuliert: Lösen Sie eine Familienpackung Baldrian in einer Flasche Pernod auf, trinken Sie alles zügig mit einem Strohhalm aus und schlagen Sie sich die Flasche über den Schädel. Das wirkt zwar nicht ganz so wie Heroin, macht dafür aber auch nicht süchtig.

CRACK:
Crack-Atome gelten als die Roten Khmer unter den Drogenmolekülen: Sie dringen überfallartig ins Gehirn ein und killen dort alles, was sich bewegt.  Das überträgt sich auch auf den Konsumenten: Man möchte am liebsten irgendwo eindringen und dort alles killen, was sich bewegt.
Wie man die Wirkung von Crack simuliert: Eine Tube Pattex in einer Flasche
                                                                        Domestos aufloesen, intravenoes injizieren.
Aktivitäten: Säureattentate, Bandenkriege.
Musik: Möglichst von Negern.

OPIUM:
Typische Chinesendroge, konnte sich auf dem internationalen Markt nie richtig durchsetzen, genau wie Hundeessen, Studentenmassaker und Mao Tse-tung.
Wie man die Wirkung von Opium simuliert: Wie Heroin.
Aktivitäten: Keine.
Musik: Egal.

ALKOHOL:
Alkoholiker sind die Handwerker unter den Drogenabhängigen. Der Alkohlrausch ist der einzige Rausch, den man schichtweise hochziehen kann wie eine Backsteinmauer. Einmal errichtet, bildet er einen soliden Schutzwall gegen das Elend der Welt, gegen Schmerz, Not und Frauenblusen mit Männernamen.
Alkohol beseitigt ausserdem nicht nur unnötige Hemmungen und moralische Bedenken, er schränkt auch noch die Schuldfähigkeit ein: Schlachten Sie ruhig Ihre Familie mit dem Schlagbohrer ab, häuten Sie einen Polizisten mit einem Käsehobel oder [...] - aber genehmigen sie sich vorher um Gottes Willen eine Flasche Reisschnaps, dann kommen Sie mit ein paar Monaten auf Bewährung davon.
Wie man Alkohol  herstellt: Eine Badewanne voll Weintrauben mit 5 Eimern
                                               Zucker einen Monat lang gären lassen. Trinken.
Aktivitäten: Lallen, kotzen.
Musik: Serge Gainsborough, The Pogues.

SONSTIGES:
Für Valium, Captagon, Valeron, Codein und ähnliche Pharmazeutische Erzeugnisse gilt, was für alle halbwegs legal erhältlichen Drogen gilt: Finger weg, das ist was für Spiesser. Wie kann etwas Spass machen, das der Hausarzt verschreibt? Es sei denn, sie klauen die Pillen. Das ist dann wieder cool.
Der Flashback
Ein Flashback ist ein sehr rares Phänomen, das nach Konsum von LSD auftreten kann: Tage, Wochen, ja Monate nach Genuss der Droge kommt die halluzinogene Wirkung mit voller Wucht zurück. Das kann, je nachdem, eine willkommene Gratisüberraschung oder eine Geisterbahnfahrt werde, kommt darauf an, wo sie sich gerade befinden. Sollten sie der Ehrengast einer Drogenverdammungsveranstaltung sein oder ein Passagierflugzeug durch ein Andengewitter steuern, dann versuchen Sie Ruhe zu bewahren. Oder besser: drehen sie einfach durch und schreien sie nach dem Notarzt.